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Musiktheater

PROFESSOR UNRAT 
// nach Heinrich Mann, Bühnenfassung von
Rainer Lewandowski

DER BLAUE ENGEL | Eigenproduktion 2010/2011Musikalische Leitung: Konrad Haas
Inszenierung: Rainer Lewandowski 
Ausstattung: Uwe Oelkers
Choreografie: Daniela Rüger

Mit: Iris Hochberger, Eva Steines; Peter Bernhardt, Ulrich Bosch, Thomas Jutzler, Gerald Leiß, Eckhart Neuberg, Felix Pielmeier, Patrick L. Schmitz, Stephan von Soden; Statisterie

Am Klavier: Konrad Haas

Uraufführung: 30. April 2011 | 19:30 | Großes Haus
Vorstellungen: 3. – 8., 10. – 15., 24. Mai 2011

Plakatmotiv PROFESSOR UNRAT 

Der im Dienste der Philologie verknöcherte, tyrannisch gewordene Gymnasialprofessor Dr. Immanuel Raat entdeckt im Heft seines Schülers Lohmann ein Werbeflugblatt der Künstlerin Rosa Fröhlich, die in einer heruntergekommenen Hafenspelunke namens Der blaue Engel auftritt. Auf der Rückseite dieses Blattes findet sich ein schwärmerisches Gedicht Lohmanns an die Künstlerin. Raat, die Schüler verhöhnen ihn respektlos als „Unrat“, begibt sich auf eine nächtliche Jagd nach seinen verhassten Schülern, um sie auf frischer Tat bei Verbotenem zu ertappen, sie „zu fassen“, wie er es nennt, es ihnen endlich „zu beweisen“.
Im Blauen Engel jedoch verirrt er sich im erotischen Flair dieser ihm fremden Halbwelt des Verführerischen. Magnetisiert von der Ausstrahlung der „Künstlerin“ Rosa Fröhlich wird sein strenger Sittenkodex von triebhafter Sinnlichkeit unterhöhlt. Mit ihren Liedern, Chansons und ihrer direkten Art verzaubert Rosa dem Lehrer Raat die Sinne. Bereits nach wenigen Besuchen bedeutet sie für ihn nie gekanntes Lebensglück, und er wird für sie zum Ankerpunkt für ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis. Geheiratet ist schnell, und ebenso schnell verliert Raat seine Anstellung im Gymnasium und damit seine bürgerliche, finanziell gesicherte Stellung.
Die kleinbürgerliche Gesellschaft, der der chauvinistische Raat bis dato selbst angehörte, kehrt sich gegen ihn. Doch Raat versucht, sich in einer nahezu anarchistischen Revolte zu wehren und gibt sich – unter Ausnutzung Rosas für seine Zwecke, trotz damit verbundener eigener seelischer Qualen – leidenschaftlich seinen Rachegedanken hin…

Rainer Lewandowskis Theaterfassung orientiert sich durchgehend an Heinrich Manns gleichnamigem Roman. Die Musik – Lieder, Schlager und Chansons der 20er bis 40er Jahre – ist wichtiger Bestandteil seiner Version dieses Stoffes. 

Mit PROFESSOR UNRAT werden außerdem am 24. Mai 2011 um 20:00 Uhr die 29. Bayerischen Theatertage eröffnet.

Probenfoto zu PROFESSOR UNRAT

Bildergalerie zu PROFESSOR UNRAT 

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