Schauspiel
DIE ORESTIE
// Aischylos
Inszenierung: Peter Bernhardt
Ausstattung: Monika Maria Cleres
Mit: Karoline Bär, Olivia Sue Dornemann, Rebecca Kirchmann a.G., Karin M. Schneider, Eva Steines; Thomas Jutzler, Eckhart Neuberg, Stephan von Soden, Florian Walter; Ulrich Bosch a.G., Stefan Dzierzawa, Jutta Vogel
HINWEIS: Aufgrund eines Krankheitsfalls wird die Rolle der Klytaimestra von Rebecca Kirchmann übernommen
Statisterie: Alina Tammaro, Natalie Weiland; Johannes Graf, Thorsten Pecher
Premiere: 4. Februar 2012 | 19:30 | Großes Haus
Vorstellungen: 7. – 12., 17. – 19. Februar; 2. – 4. März
Dauer: 150 min | Eine Pause
Agamemnon, König von Mykene, wird nach seiner Rückkehr aus dem trojanischen Krieg von seiner Frau Klytaimestra ermordet, weil er die Tochter Iphigenie opferte, um göttlichen Schutz für seine Kriegsflotte zu erwirken. Jahre nach der Tat schickt Klytaimestra aus Angst vor Rache ihre Tochter Elektra mit Opferspenden an Agamemnons Grab. Dort trifft sie auf ihren Bruder Orestes, den in der Fremde großgezogenen Sohn Agamemnons, und beschließt mit ihm, den Tod des Vaters zu rächen. Orestes tötet Klytaimestra und flieht nach dem vollbrachten Muttermord vor ihren Rachegeistern zum Tempel des Apollon. Dieser verspricht ihm, dass ein Gerichtsverfahren in Athen über seine Tat richten soll.
In Aischylos’ ORESTIE, der einzigen vollständig erhaltenen antiken Tragödientrilogie, wird die blutige Geschichte des fluchbeladenen Atridengeschlechts verhandelt. Bemerkenswert: Die Verkettungen von Blutrache sind in ihrer Struktur noch heute die gleichen. Aischylos lässt am Ende die Rechtssprechung anstelle der Willkür treten und thematisiert damit die Einsetzung des ersten demokratischen Gerichts vor gut zweieinhalbtausend Jahren. Der Zyklus von Mord und Rache wird durch das von Göttern gestiftete Prinzip der Gerichtsbarkeit unterbrochen. Die Rechtssprechung wird Sache des Staates und des Volkes.
Presse zu DIE ORESTIE