Musiktheater
WOYZECK
// Wilson/Waits/Brennan, nach Georg Büchner
Musikalische Leitung: Bettina Ostermeier
Inszenierung: Axel Stöcker
Choreografie: Daniela Rüger
Ausstattung: Tanja Hofmann
Mit: Aline Joers, Nadine Panjas; Thomas Jutzler, Eckhart Neuberg, Felix Pielmeier, Volker J. Ringe, Stephan von Soden, Florian Walter
Aufgrund eines Krankheitsfalls wurde die Rolle des "Hauptmanns" am 17. und 18. März von Christian Hoehning übernommen.
Band: Horst Faigle (Drums, Percussion, Marimbafon, Waterphone), Tobias Zillner (Posaune, Tuba, akustische Gitarre), Gunther Rissmann (Kontrabass, Sousaphon), Birgit Förstner (Cello, singende Säge, Sopranblockflöte), Bettina Ostermeier (Klavier, Akkordeon, Tenorsaxofon, Bassklarinette, Klarinette, Toypiano)
Premiere: 17. März 2012 | 20:00 | Studio im Großen Haus
Vorstellungen: 18., 21. – 25., 28. – 31. März; 1. April
Dauer: 75 min | Keine Pause
"Woyzeck handelt von Wahnsinn und von Obsessionen, von Kindern und von Mord – alles Dinge, die uns berühren. Das Stück ist … spannend und Fantasie anregend. Es bringt einen dazu, Angst um die Figuren zu bekommen und über das eigene Leben nachzudenken. Ich schätze mal, mehr kann man von einem Stück nicht verlangen." (Tom Waits)
Georg Büchners Dramenfragment Woyzeck ist eines der einflussreichsten und meistgespielten Dramen der deutschen Literatur. Es ist die düstere, aber auf Tatsachen beruhende Geschichte des Soldaten Franz Woyzeck, der sich im Kampf um das tägliche Überleben u.a. als Versuchskaninchen für zweifelhafte medizinische Experimente verdingt, was bei ihm zu Wahnvorstellungen führt. Als er entdeckt, dass ihm seine Geliebte untreu ist, gehorcht er seinen inneren Stimmen…
Auf der Grundlage der überlieferten Fragmente Büchners schrieb Tom Waits mit seiner Frau, der Songtexterin Kathleen Brennan, eine gleichermaßen mitfühlende wie aggressive Musik. Hitzige Rhythmik und romantische Melodien spiegeln das menschliche Leid von Büchners Figuren, aber auch deren Sehnsüchte, Hoffnungen und Verzweiflungen wider. Der typische Waits-Sound geht mit Büchners Originalszenen eine fast organische Verbindung ein, die Woyzecks Tragik schärfer zeichnet denn je, dabei aber das Prinzip Hoffnung ergreifend anklingen lässt.
WOYZECK ist einer von drei Bamberger Beiträgen zu den 30. Bayerischen Theatertagen in Augsburg und wird dort am 13. Mai um 19 Uhr auf der Brechtbühne aufgeführt.
Presse zu WOYZECK